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Tarifbegünstigung für Veräußerungs- und Übergangsgewinne

Wird von einem Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft sein Kommanditanteil veräußert, so sind im Feststellungsbescheid gemäß § 188 Bundesabgabenordnung (BAO) Feststellungen darüber zu treffen, ob und in welchem Ausmaß ein Übergangsgewinn und ein Veräußerungsgewinn in den Einkünften des Gesellschafters beinhaltet sind.

Wird gemäß § 24 Abs. 4 EStG 1988 kein Steuerfreibetrag geltend gemacht, so stehen dem Gesellschafter die im Regelfall günstigeren Tarifbegünstigungen des § 37 EStG 1988 zu.

 

Über derartige Tarifbegünstigungen ist aber nicht im Feststellungsverfahren (einheitliche und gesonderte Feststellung der Einkünfte) sohin im Feststellungsbescheid abzusprechen, sondern erst im Einkommensteuerverfahren des jeweiligen Mitunternehmers (Gesellschafters) der Kommanditgesellschaft.

 

VwGH 25.06.2020, Ra 2019/15/0016