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Einlagenrückzahlung oder verdeckte Ausschüttung - Wahlrecht bis zum Kalenderjahresende

Im Fall von verdeckten Vorteilszuwendungen an Gesellschafter von Kapitalgesellschaften ist grundsätzlich von einer verdeckten Gewinnausschüttung auszugehen, wenn die Gesellschaft nicht den Nachweis erbringt, dass tatsächlich eine Einlagenrückzahlung an den Gesellschafter vorliegt.

 

Selbstverständlich müssen für die Annahme einer steuerneutralen Einlagenrückzahlung die gesetzlichen Voraussetzungen für eine derartige Einlagenrückzahlung (Existenz ausreichend hoher Einlagen) vorhanden sein.

 

Der Steuerpflichtige hat ausschließlich bis zum Ende des Kalenderjahres die Möglichkeit den von ihm realisierten Vorgang (Vorteilszuwendung an den Gesellschafter) als Einlagenrückgewähr zu behandeln. Verabsäumt der Steuerpflichtige trotz Vorliegen der Voraussetzungen die Rückzahlung einer Einlage als Einlagenrückgewähr zu behandeln, so stellt dieser Vorgang nach Ende des Kalenderjahres stets eine verdeckte Gewinnausschüttung dar.

 

VwGH von 05.02.2021, Ro 2019/13/0027