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Beurteilung eines Inhabersparbuches in der Verlassenschaft

Ist ein Inhabersparbuch auf den Namen des Verstorbenen registriert, ist die Bank, bei der das Inhabersparbuch geführt wird gegenüber dem Verlassenschaftsgericht bzw. dem Gerichtskommissär auskunftspflichtig, und zwar so lange, als nicht unzweifelhaft feststeht, dass das Inhabersparbuch nicht der Verlassenschaft zuzurechnen ist.

Besitzern von Inhabersparbüchern, welche diese z.B. in Form einer Schenkung vom Inhaber des Sparbuches erhalten haben, ist daher zu empfehlen, das Inhabersparbuch unverzüglich nach dessen Erhalt zu realisieren oder bei der Bank auf ihren eigenen Namen identifizieren zu lassen. Dies deshalb, da die Vorlage bzw. der Besitz des Inhabersparbuches nicht mehr relevant dafür sind, dass das Inhabersparbuch nicht der Verlassenschaft zugerechnet wird.

 

OGH 29.4.2021, 2 Ob 5/21 f