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Beschwerdeverfahren und erteilte Vertretungsvollmacht

Verabsäumt ein Parteienvertreter im Rahmen einer von ihm für seinen Klienten bei der zuständigen Finanzbehörde eingebrachten Bescheidbeschwerde ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass er über eine aufrechte Vertretungsvollmacht verfügt, gilt die von ihm eingebrachte Beschwerde als nicht für den Klienten eingebracht und ist demzufolge unzulässig und nicht nur mangelhaft......

Verabsäumt ein Parteienvertreter im Rahmen einer von ihm für seinen Klienten bei der zuständigen Finanzbehörde eingebrachten Bescheidbeschwerde ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass er über eine aufrechte Vertretungsvollmacht verfügt, gilt die von ihm eingebrachte Beschwerde als nicht für den Klienten eingebracht und ist demzufolge unzulässig und nicht nur mangelhaft.
Im Zusammenhang mit der Einbringung einer unzulässigen Bescheidbeschwerde kommt entsprechend den Bestimmungen der Bundesabgabenordnung (BAO) nicht die Durchführung eines Mängelbehebungsverfahrens in Betracht. Dies deshalb, da weder ein inhaltlicher noch ein formeller Mangel und auch kein Vollmachtsmangel vorliegt, sondern nur eine unzulässige Eingabe existiert.
Mängelbehebungsverfahren kommen ausschließlich im Zusammenhang mit mangelhaften Verfahren (inhaltlicher oder formeller Mangel, Vollmachtsmangel) in Betracht, jedenfalls aber nicht mit unzulässigen Eingaben.
(VwGH 28.06.2001, 2001/16/0060, VwGH 23.06.2003, 2003/17/0096)